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	<title>Kommentare zu: Wider der Vernunft / Kant ist tot.</title>
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	<description>[ Geschichte &#124; Gedichte &#124; Gedanken ]</description>
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		<title>Von: marcus</title>
		<link>http://www.abersehntsuchtvoll.de/wider-der-vernunft-kant-ist-tot-4/comment-page-1#comment-6</link>
		<dc:creator>marcus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2006 20:41:32 +0000</pubDate>
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		<description>Gute Frage, leichte Antwort. Ist Liebe vernÃ¼nftig? Sind GefÃ¼hle vernÃ¼nftig? Nein. So weit kommt\&#039;s noch! :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Frage, leichte Antwort. Ist Liebe vernÃ¼nftig? Sind GefÃ¼hle vernÃ¼nftig? Nein. So weit kommt\&#8217;s noch! :-)</p>
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		<title>Von: solid</title>
		<link>http://www.abersehntsuchtvoll.de/wider-der-vernunft-kant-ist-tot-4/comment-page-1#comment-5</link>
		<dc:creator>solid</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2006 19:57:47 +0000</pubDate>
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		<description>Teurer Marcus,
schon dieser Dialog zeigt auf gar mannigfaltige Art und Weise eine Natur der Wahrheit, und zwar ihre relative Seite. Diese Seite hindert uns meiÃŸtens daran, zum Kern der Sache vorzudringen, denn Sie macht es unmÃ¶glich, einen absoluten Standpunkt einzunehmen.
Zum Beispiel, ich werde dieses Thema der persÃ¶nlichen Note abschlieÃŸend erwÃ¤hnen und hoffe es auch nicht wieder erwÃ¤hnen zu mÃ¼ssen :-), bin ich nicht der Auffassung, daÃŸ Du mir in meinem Stil geantwortet hast, auch habe ich von konstruktiven Wortgefechten geschrieben - ein kleiner aber doch bedeutender Zusatz.
Die Standpunkte sind also bisweilen gÃ¤nzlich verschieden. Sie umranken jedoch beide einen gemeinsamen Kern, den der ursÃ¤chlichen Information.
In diesem Fall ist das ein StÃ¼ck Text. Hier ist die Sache einfach, denn wir haben eine Ausgangsbasis. Im Falle unserer umfassenden Wahrheit, kÃ¶nnen wir jedoch nicht auf diesen Kern zurÃ¼ckgreifen. Es kommt noch schlimmer, wir wissen noch nicht einmal ob dieser Kern existiert, und wenn er existiert, wie er aussieht, bzw. welcher Natur er ist.
Aber in der sprachlichen Logik ist das gÃ¤nzlich uninteressant, wir benennen das Element einfach! und ich kann mich ohne Weiteres mit Dir auf den Namen &quot;42&quot; einigen. Das klingt jetzt nicht so schÃ¶n, ist aber fair. (Du siehst wie flexibel Logik sein kann.)
Hier und da scheinen sich, wenngleich hÃ¤ufig Ã¤uÃŸerst nebulÃ¶s, Informationsfetzen von &quot;42&quot; im Raum der Erkenntnis zu materialisieren. (Ich liebe es...) Zum Beispiel hat der menschliche Geist, und dabei betrachte ich  beide GehirnhÃ¤lften als gleichberechtigt, eine ganze Reihe von Erkenntnissen zusammengetragen, die man als (nebulÃ¶sen) Teil von &quot;42&quot; ansehen kÃ¶nnte.
KÃ¶nnte man, das Problem ist nun wieder, das wir nicht wissen wie &quot;42&quot; aussieht, alo wissen auch nicht ob diese InformationshÃ¤ppchen zu &quot;42&quot; gehÃ¶ren oder nicht. Das Szenario reduziert sich sofort wieder auf die Frage des Standpunktes - fÃ¼r den einen zÃ¤hlt Teil Psi dazu, fÃ¼r den anderen nicht. Wer hat recht? Und darf man diese Frage Ã¼berhaupt stellen? Es stellen sich eine Reihe von Fragen:
Reduzieren sich alle InformationshÃ¤ppchen auf die Frage des Standpunktes bezÃ¼glich ihrer ZugehÃ¶rigkeit zu &quot;42&quot;?
Oder anders: Gibt es standpunktfreie InformationshÃ¤ppchen?
Besteht &quot;42&quot; ausschlieÃŸlich aus standpunktfreien InformationshÃ¤ppchen?
Ist &quot;42&quot; eine Mischung aus standpunktbehafteten und standpunktfreien InformationshÃ¤ppchen?
Und was sind Ã¼berhaut standpunktbehaftete und standpunktfreie InformationshÃ¤ppchen?
Ich wÃ¼rde hier gerne erstmal in der Diskussion verweilen da mir das Thema des Standpunktes ein wichtiger Aspekt zu sien scheint, und werde daher noch schnell etwas zu deinen Ã„uÃŸerungen zu Logik und GefÃ¼hl sagen.
Es ist nicht viel, eigentlich nur eine Frage. Sie lautet:
Ist Liebe vernÃ¼nftig oder unvernÃ¼nftig?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Teurer Marcus,<br />
schon dieser Dialog zeigt auf gar mannigfaltige Art und Weise eine Natur der Wahrheit, und zwar ihre relative Seite. Diese Seite hindert uns meiÃŸtens daran, zum Kern der Sache vorzudringen, denn Sie macht es unmÃ¶glich, einen absoluten Standpunkt einzunehmen.<br />
Zum Beispiel, ich werde dieses Thema der persÃ¶nlichen Note abschlieÃŸend erwÃ¤hnen und hoffe es auch nicht wieder erwÃ¤hnen zu mÃ¼ssen :-), bin ich nicht der Auffassung, daÃŸ Du mir in meinem Stil geantwortet hast, auch habe ich von konstruktiven Wortgefechten geschrieben &#8211; ein kleiner aber doch bedeutender Zusatz.<br />
Die Standpunkte sind also bisweilen gÃ¤nzlich verschieden. Sie umranken jedoch beide einen gemeinsamen Kern, den der ursÃ¤chlichen Information.<br />
In diesem Fall ist das ein StÃ¼ck Text. Hier ist die Sache einfach, denn wir haben eine Ausgangsbasis. Im Falle unserer umfassenden Wahrheit, kÃ¶nnen wir jedoch nicht auf diesen Kern zurÃ¼ckgreifen. Es kommt noch schlimmer, wir wissen noch nicht einmal ob dieser Kern existiert, und wenn er existiert, wie er aussieht, bzw. welcher Natur er ist.<br />
Aber in der sprachlichen Logik ist das gÃ¤nzlich uninteressant, wir benennen das Element einfach! und ich kann mich ohne Weiteres mit Dir auf den Namen &#8220;42&#8243; einigen. Das klingt jetzt nicht so schÃ¶n, ist aber fair. (Du siehst wie flexibel Logik sein kann.)<br />
Hier und da scheinen sich, wenngleich hÃ¤ufig Ã¤uÃŸerst nebulÃ¶s, Informationsfetzen von &#8220;42&#8243; im Raum der Erkenntnis zu materialisieren. (Ich liebe es&#8230;) Zum Beispiel hat der menschliche Geist, und dabei betrachte ich  beide GehirnhÃ¤lften als gleichberechtigt, eine ganze Reihe von Erkenntnissen zusammengetragen, die man als (nebulÃ¶sen) Teil von &#8220;42&#8243; ansehen kÃ¶nnte.<br />
KÃ¶nnte man, das Problem ist nun wieder, das wir nicht wissen wie &#8220;42&#8243; aussieht, alo wissen auch nicht ob diese InformationshÃ¤ppchen zu &#8220;42&#8243; gehÃ¶ren oder nicht. Das Szenario reduziert sich sofort wieder auf die Frage des Standpunktes &#8211; fÃ¼r den einen zÃ¤hlt Teil Psi dazu, fÃ¼r den anderen nicht. Wer hat recht? Und darf man diese Frage Ã¼berhaupt stellen? Es stellen sich eine Reihe von Fragen:<br />
Reduzieren sich alle InformationshÃ¤ppchen auf die Frage des Standpunktes bezÃ¼glich ihrer ZugehÃ¶rigkeit zu &#8220;42&#8243;?<br />
Oder anders: Gibt es standpunktfreie InformationshÃ¤ppchen?<br />
Besteht &#8220;42&#8243; ausschlieÃŸlich aus standpunktfreien InformationshÃ¤ppchen?<br />
Ist &#8220;42&#8243; eine Mischung aus standpunktbehafteten und standpunktfreien InformationshÃ¤ppchen?<br />
Und was sind Ã¼berhaut standpunktbehaftete und standpunktfreie InformationshÃ¤ppchen?<br />
Ich wÃ¼rde hier gerne erstmal in der Diskussion verweilen da mir das Thema des Standpunktes ein wichtiger Aspekt zu sien scheint, und werde daher noch schnell etwas zu deinen Ã„uÃŸerungen zu Logik und GefÃ¼hl sagen.<br />
Es ist nicht viel, eigentlich nur eine Frage. Sie lautet:<br />
Ist Liebe vernÃ¼nftig oder unvernÃ¼nftig?</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: marcus</title>
		<link>http://www.abersehntsuchtvoll.de/wider-der-vernunft-kant-ist-tot-4/comment-page-1#comment-4</link>
		<dc:creator>marcus</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2006 20:57:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.reevolution.org/wider-der-vernunft-kant-ist-tot/#comment-4</guid>
		<description>Liebster Alexander,
drei Sachen.

Einerseits habe ich schon verstanden, dass Du mich hier und da auf den Punkt bringen wolltest und das ist sehr gut, denn sonst kÃ¤me ich selbst vielleicht nicht weiter.

Andererseits allerdings habe ich Dir im gleichen Stil geantwortet. Du muÃŸt das Echo schon vertragen.

SchlieÃŸlich muss ich mich sehr Ã¼ber Dich wundern. Du willst hier Gefechte sehen. Auch wenn sie nur mit Worten ausgetragen werden, so sind ihre wesentlichen Bestandteile doch mindestens zwei Parteien und zwei Ansichten und das Ziel, dass der eine den anderen besiegt. Hier haben wir uns eindeutig missverstanden.  Ich mÃ¶chte mich nicht streiten ich mÃ¶chte Dir nur erklÃ¤ren, was ich denke. Ich mÃ¶chte nicht, dass Du meine Meinung annimmst. NatÃ¼rlich kannst Du das gerne, wenn Du meine Ansicht teilst, aber es ist nicht Sinn und Zweck dieser Schreiberei, Dir meine Meinung aufzuzwingen un Dich zu einem Vasallen meiner Gedanken zu machen.

Ich weiÃŸ, dass das Wort \&quot;Wahrheit\&quot; nicht exakt ist, vielleicht kÃ¶nnen wir uns auch auf 42 einigen. ;-)

Letztendlich ist die ganze Sache reduzierbar. Wir verfÃ¼gen Ã¼ber zwei GehirnhÃ¤lften, die wiederum Ã¼ber verschiedene MÃ¶glichkeiten verfÃ¼gen. Logik ist die eine HÃ¤lfte und das GefÃ¼hl die andere. Es ist zugespitzt, dessen bin ich mir bewuÃŸt. So. In der Wissenschaft wird die GefÃ¼hlshÃ¤lfte doch weitestgehend auÃŸen vor gelassen. Hier stimmen wir doch auch Ã¼berein, schÃ¤tze ich.  So. Die LogikhÃ¤lfte - das ist das, was ich als Vernunft bezeichne - kann dazu verwendet werden, Sachen zu notieren oder auszusprechen, die andere Menschen in genau der gleichen Weise verstehen kÃ¶nnen. Deswegen  wird sie auch dazu genutzt. Wenn wir beide nebeneinanderstehen und zur selben Zeit Angst spÃ¼ren, sagen wir vor einem groÃŸen Hund, der auf uns zu gelaufen kommt und dem die groÃŸe Lust, uns Schmerzen zufÃ¼gen zu wollen, anzusehen ist, dann ist es dennoch nicht die gleiche Angst und wir kÃ¶nnen uns nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen: Angst. Meinetwegen auch Heidenangst. Aber das war\&#039;s auch schon. So. Und wenn wir Menschen versuchen, die Welt und alles um sie herum - unseren Ursprung, den unseres Weltalles und Ã¼berhaupt alles - zu erklÃ¤ren, so tun wir das im Allgemeinen mit unserer LogikhÃ¤lfte. Wir vernachlÃ¤ssigen die GefÃ¼hlshÃ¤lfte, weil das Mittel, dass uns zur VerfÃ¼gung steht, um uns anderen  mitzuteilen, nicht genÃ¼gend komplex ist. Dieses Mittel ist die Sprache. So.  Ich glaube, dass wir unter VernachlÃ¤ssigung der einen GehirnhÃ¤lfte keine vollstÃ¤ndigen Antworten auf unsere Fragen erhalten kÃ¶nnen. Wir mÃ¼ssen also einen Weg finden, wie wir unsere GefÃ¼hle unseren Mitmenschen nachvollziehbar machen kÃ¶nnen.  Vielleicht schaffen wir es dadurch, endlich unser Gehirn ein wenig mehr zu nutzen, denn wenn ich mir Ã¼berlege,  was ein anderer Mensch braucht, um meine GefÃ¼hle nachvollziehen zu kÃ¶nnen, so fÃ¤llt mir nur eins ein: er muss vollkommen in meiner Haut stecken kÃ¶nnen.  Auf kurz oder lang ist die Wissenschaft in ihrem Anspruch, irgendwann alles beantworten zu kÃ¶nnen, also auf dem Holzweg, denn sie vergiÃŸt bzw. vernachlÃ¤ssigt die halbe Menschheit, um es mathematisch auszudrÃ¼cken. ;-)
Nun ist die Musik dran, oder besser - die ganze Kunst. Ich glaube, dass die Kunst ein Mittel ist, um die GefÃ¼hlshÃ¤lfte sprechen zu lassen. Den ganzen Tag Ã¼ber sind Deine Gedanken nur am Arbeiten und Du denkst und handelst nach Deinem Denken, wenn Du aber kreativ bist, handelst Du intuitiv, handelst Du aus dem Bauch heraus, handelst Du mit GefÃ¼hl.

Was die 42 betrifft, so kann ich Dir nichts genaueres sagen, ich will ja nicht die Welt erklÃ¤ren, sondern denke nur laut darÃ¼ber nach, wie man es kÃ¶nnte und ob uns der eingeschlagene Weg zum Ziel fÃ¼hrt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebster Alexander,<br />
drei Sachen.</p>
<p>Einerseits habe ich schon verstanden, dass Du mich hier und da auf den Punkt bringen wolltest und das ist sehr gut, denn sonst kÃ¤me ich selbst vielleicht nicht weiter.</p>
<p>Andererseits allerdings habe ich Dir im gleichen Stil geantwortet. Du muÃŸt das Echo schon vertragen.</p>
<p>SchlieÃŸlich muss ich mich sehr Ã¼ber Dich wundern. Du willst hier Gefechte sehen. Auch wenn sie nur mit Worten ausgetragen werden, so sind ihre wesentlichen Bestandteile doch mindestens zwei Parteien und zwei Ansichten und das Ziel, dass der eine den anderen besiegt. Hier haben wir uns eindeutig missverstanden.  Ich mÃ¶chte mich nicht streiten ich mÃ¶chte Dir nur erklÃ¤ren, was ich denke. Ich mÃ¶chte nicht, dass Du meine Meinung annimmst. NatÃ¼rlich kannst Du das gerne, wenn Du meine Ansicht teilst, aber es ist nicht Sinn und Zweck dieser Schreiberei, Dir meine Meinung aufzuzwingen un Dich zu einem Vasallen meiner Gedanken zu machen.</p>
<p>Ich weiÃŸ, dass das Wort \&#8221;Wahrheit\&#8221; nicht exakt ist, vielleicht kÃ¶nnen wir uns auch auf 42 einigen. ;-)</p>
<p>Letztendlich ist die ganze Sache reduzierbar. Wir verfÃ¼gen Ã¼ber zwei GehirnhÃ¤lften, die wiederum Ã¼ber verschiedene MÃ¶glichkeiten verfÃ¼gen. Logik ist die eine HÃ¤lfte und das GefÃ¼hl die andere. Es ist zugespitzt, dessen bin ich mir bewuÃŸt. So. In der Wissenschaft wird die GefÃ¼hlshÃ¤lfte doch weitestgehend auÃŸen vor gelassen. Hier stimmen wir doch auch Ã¼berein, schÃ¤tze ich.  So. Die LogikhÃ¤lfte &#8211; das ist das, was ich als Vernunft bezeichne &#8211; kann dazu verwendet werden, Sachen zu notieren oder auszusprechen, die andere Menschen in genau der gleichen Weise verstehen kÃ¶nnen. Deswegen  wird sie auch dazu genutzt. Wenn wir beide nebeneinanderstehen und zur selben Zeit Angst spÃ¼ren, sagen wir vor einem groÃŸen Hund, der auf uns zu gelaufen kommt und dem die groÃŸe Lust, uns Schmerzen zufÃ¼gen zu wollen, anzusehen ist, dann ist es dennoch nicht die gleiche Angst und wir kÃ¶nnen uns nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen: Angst. Meinetwegen auch Heidenangst. Aber das war\&#8217;s auch schon. So. Und wenn wir Menschen versuchen, die Welt und alles um sie herum &#8211; unseren Ursprung, den unseres Weltalles und Ã¼berhaupt alles &#8211; zu erklÃ¤ren, so tun wir das im Allgemeinen mit unserer LogikhÃ¤lfte. Wir vernachlÃ¤ssigen die GefÃ¼hlshÃ¤lfte, weil das Mittel, dass uns zur VerfÃ¼gung steht, um uns anderen  mitzuteilen, nicht genÃ¼gend komplex ist. Dieses Mittel ist die Sprache. So.  Ich glaube, dass wir unter VernachlÃ¤ssigung der einen GehirnhÃ¤lfte keine vollstÃ¤ndigen Antworten auf unsere Fragen erhalten kÃ¶nnen. Wir mÃ¼ssen also einen Weg finden, wie wir unsere GefÃ¼hle unseren Mitmenschen nachvollziehbar machen kÃ¶nnen.  Vielleicht schaffen wir es dadurch, endlich unser Gehirn ein wenig mehr zu nutzen, denn wenn ich mir Ã¼berlege,  was ein anderer Mensch braucht, um meine GefÃ¼hle nachvollziehen zu kÃ¶nnen, so fÃ¤llt mir nur eins ein: er muss vollkommen in meiner Haut stecken kÃ¶nnen.  Auf kurz oder lang ist die Wissenschaft in ihrem Anspruch, irgendwann alles beantworten zu kÃ¶nnen, also auf dem Holzweg, denn sie vergiÃŸt bzw. vernachlÃ¤ssigt die halbe Menschheit, um es mathematisch auszudrÃ¼cken. ;-)<br />
Nun ist die Musik dran, oder besser &#8211; die ganze Kunst. Ich glaube, dass die Kunst ein Mittel ist, um die GefÃ¼hlshÃ¤lfte sprechen zu lassen. Den ganzen Tag Ã¼ber sind Deine Gedanken nur am Arbeiten und Du denkst und handelst nach Deinem Denken, wenn Du aber kreativ bist, handelst Du intuitiv, handelst Du aus dem Bauch heraus, handelst Du mit GefÃ¼hl.</p>
<p>Was die 42 betrifft, so kann ich Dir nichts genaueres sagen, ich will ja nicht die Welt erklÃ¤ren, sondern denke nur laut darÃ¼ber nach, wie man es kÃ¶nnte und ob uns der eingeschlagene Weg zum Ziel fÃ¼hrt.</p>
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	<item>
		<title>Von: solid</title>
		<link>http://www.abersehntsuchtvoll.de/wider-der-vernunft-kant-ist-tot-4/comment-page-1#comment-3</link>
		<dc:creator>solid</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2006 17:24:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.reevolution.org/wider-der-vernunft-kant-ist-tot/#comment-3</guid>
		<description>Lieber Marcus,
es ging mir bei meinem Kommentar eher darum, deine Argumente zu beleuchten, zu hinterfragen, schwachstellen aufzuzeigen und dich in deinem Streben zu unterstÃ¼tzen, eine ErklÃ¤rung der Dinge zu finden. Du hast die Auseinandersetzung jedoch auf eine persÃ¶nliche Ebene gefÃ¼hrt und eher versucht meine Argumente, und das was du als meine Sichtweise ansiehst, zu widerlegen und sogar teilweise lÃ¤cherlich aussehen zu lassen. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Mit keinem Wort gehst du auf meine AuÃŸerungen ein, weder zustimmend noch ablehnend. Das wundert mich dann doch.
Ich stelle mir die Frage was du willst? Mich versuchen  &quot;umzustimmen&quot; - obwohl du meine &quot;Stimmung&quot; doch gar nicht kennst.Ich werde mich daher nur kurz mit deinem Text auseinandersetzen, da mir merklich die Lust beim lesen an selbiger vergangen ist.
1. Der ganze Text ist sehr plakativ und stereotyp, GefÃ¼hl ist Seele, Vernunft ist Geist, zeriss der Logik aufgrund von Behauptungen der Art, erklÃ¤r doch mal dies und erklÃ¤r doch mal das und siehste es geht nicht. Eine ErklÃ¤rung oder Deutung und Einordnung der dargebrachten Beispiele (Liebe, menschl. AffinitÃ¤t zur Musik) auf die &quot;andere&quot; Weise fehlt jedoch genauso. Er bietet keine neuen
AnsÃ¤tze, deine groÃŸe &quot;Wahrheit&quot; auch nur annÃ¤hernd zu erkennen.
2. Das, was Du als Wahrheit bezeichnest bleibt stets im Dunkeln liegen, abgesehen von dem groÃŸen Zusammenhang aller Dinge und einem damit verbunden Einklang aller Dinge. Weder die Natur dieses Einklangs noch der groÃŸe Zusammenhang wird jedoch genauer betrachtet, stattdessen erzÃ¤hlst du mir, das ich nicht nachdenken soll, nur dann kÃ¶nnte sich mir die Wahrheit Ã¶ffnen.
Hoffentlich weiÃŸ sie das auch...
In der Hoffnung auf konstruktivere Wortgefechte verbleibe ich mit
sozialistischem GruÃŸ: Seid bereit - immer bereit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Marcus,<br />
es ging mir bei meinem Kommentar eher darum, deine Argumente zu beleuchten, zu hinterfragen, schwachstellen aufzuzeigen und dich in deinem Streben zu unterstÃ¼tzen, eine ErklÃ¤rung der Dinge zu finden. Du hast die Auseinandersetzung jedoch auf eine persÃ¶nliche Ebene gefÃ¼hrt und eher versucht meine Argumente, und das was du als meine Sichtweise ansiehst, zu widerlegen und sogar teilweise lÃ¤cherlich aussehen zu lassen. Das kann ich nicht nachvollziehen.<br />
Mit keinem Wort gehst du auf meine AuÃŸerungen ein, weder zustimmend noch ablehnend. Das wundert mich dann doch.<br />
Ich stelle mir die Frage was du willst? Mich versuchen  &#8220;umzustimmen&#8221; &#8211; obwohl du meine &#8220;Stimmung&#8221; doch gar nicht kennst.Ich werde mich daher nur kurz mit deinem Text auseinandersetzen, da mir merklich die Lust beim lesen an selbiger vergangen ist.<br />
1. Der ganze Text ist sehr plakativ und stereotyp, GefÃ¼hl ist Seele, Vernunft ist Geist, zeriss der Logik aufgrund von Behauptungen der Art, erklÃ¤r doch mal dies und erklÃ¤r doch mal das und siehste es geht nicht. Eine ErklÃ¤rung oder Deutung und Einordnung der dargebrachten Beispiele (Liebe, menschl. AffinitÃ¤t zur Musik) auf die &#8220;andere&#8221; Weise fehlt jedoch genauso. Er bietet keine neuen<br />
AnsÃ¤tze, deine groÃŸe &#8220;Wahrheit&#8221; auch nur annÃ¤hernd zu erkennen.<br />
2. Das, was Du als Wahrheit bezeichnest bleibt stets im Dunkeln liegen, abgesehen von dem groÃŸen Zusammenhang aller Dinge und einem damit verbunden Einklang aller Dinge. Weder die Natur dieses Einklangs noch der groÃŸe Zusammenhang wird jedoch genauer betrachtet, stattdessen erzÃ¤hlst du mir, das ich nicht nachdenken soll, nur dann kÃ¶nnte sich mir die Wahrheit Ã¶ffnen.<br />
Hoffentlich weiÃŸ sie das auch&#8230;<br />
In der Hoffnung auf konstruktivere Wortgefechte verbleibe ich mit<br />
sozialistischem GruÃŸ: Seid bereit &#8211; immer bereit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: marcus</title>
		<link>http://www.abersehntsuchtvoll.de/wider-der-vernunft-kant-ist-tot-4/comment-page-1#comment-2</link>
		<dc:creator>marcus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2006 21:12:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.reevolution.org/wider-der-vernunft-kant-ist-tot/#comment-2</guid>
		<description>Okay, ich werde mich wiederholen und auch prÃ¤zisieren.

1. Der Mensch ist ein Wesen aus Vernuft und GefÃ¼hl.
1.1. GefÃ¼hle sind subjektiv, Vernunft gehorcht weniger subjektiven Regeln.
1.2. der Mensch ist auf die DualitÃ¤t von Vernunft und GefÃ¼hl angewiesen.
1.3.1. GefÃ¼hle sind die Seele
1.3.2. vernunft ist der Geist
1.3.3. Die DualitÃ¤t verbindet Seele und Geist.
1.4. Er ist in der Lage, GefÃ¼hle zu erfahren und mit Ihnen umzugehen.
1.5. Er ist in der Lage, diese GefÃ¼hle zugunsten der Vernunft weitestgehend zu unterdrÃ¼cken.
1.6. Es ist ihm mÃ¶glich GefÃ¼hl und Vernunft zu kombinieren.
1.7. Es ist ihm nicht mÃ¶glich, Vernunft zugunsten des GefÃ¼hles zu unterdrÃ¼cken.
1.7.1. GefÃ¼hlen schaffen sich ihren Raum und unterdrÃ¼cken die Vernunft allein.
1.8. GefÃ¼hle sind irrational, intutitiv.

2. Der Verstand ist der Teil des Menschen, der die wissenschaftlichen Erkenntnisse gewinnt und beschreibt.
2.1. Da Wissenschaft bestrebt ist, eine mÃ¶glichst universelle / objektive Betrachtungsweise zu erreichen, muss sie auf ein allgemeingÃ¼ltiges Prinzip zurÃ¼ckgreifen.
2.1.1. Die Methode, nach der dieses allgemeingÃ¼ltige Prinzip funktioniert, ist Logik.
2.1.1.1. Logik ist die Methode der Erkenntnisgewinnung.

2.2. Die Logik und alles, was sie zum Erkenntnisgewinn benutzt, benutzt nur einen Teil des menschlichen Geistes, die GefÃ¼hle werden vollstÃ¤ndig vernachlÃ¤ssigt.
2.2.1. Wenn jede Wissenschaft im Stande ist, nur einen Teilbereich dessen zu beschreiben, was unser Geist zu fassen in der Lage ist, dann kann sie also nie ganzheitlich erklÃ¤ren, kann also nie ein vollstÃ¤ndiges Bild dessen, was unser Geist zu fassen im Stande ist, geben.

Soviel zur Logik, Alexander. Jetzt mache ich normal weiter. Mit \&quot;ich habe Angst\&quot; beschreibst Du nichts. Mit einem dahergelaufenen Wort wie Angst geben sich ZustÃ¤nde zufrieden, GefÃ¼hle aber nicht. Angst ist nicht gleich Angst - und da haben wir auch gleich die wunderbarste Eigenschaft von GefÃ¼hlen: sie sind einmalig. Das Interessante ist nÃ¤mlich, dass wir uns nicht selbst zuhÃ¶ren. Wir sind viel zu hektisch. Die gleiche Angst kommt nie noch einmal, nur eine Ã¤hnliche Angst. Ein GefÃ¼hl wird von so vielen Faktoren beeinfluÃŸt und von einem ganz besonders: der Zeit. Sicherlich interessiert uns nicht, ob sich eine Angst von der anderen unterscheidet oder nicht, aber letztendlich tut sie es, etwas ist immer anders. Soviel zu dieser Aussage.

Nun zur Wahrheit. Ich habe oben die Formulierung \&quot;dessen [..], was unser Geist zu fassen in der Lage ist\&quot; benutzt. Dies ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was ich als Wahrheit bezeichne. Die Wahrheit ist die Frage nach dem Zusammenhang zwischen mir, Dir, dem Universum und dem kleinen Hund, der heute Morgen bellend aus einem Laden kam und sich des FuÃŸweges bemÃ¤chtigte. Es gibt Momente im Leben eines jeden Menschen, in denen er/sie/es fÃ¼hlt, dass sich alles im Einklang befindet und wie ein Hauch Ewigkeit an ihm/ihr/ihm vorbeizieht. Ich habe so etwas, kurz nachdem ich einen Roman von Hesse zu Ende gelesen habe oder klassiche Musik hÃ¶re. Das sind fÃ¼r mich zutiefst spirituelle Erlebnisse. Bei Musik ist es etwas ganz besonderes. Denn wenn die Musik von Menschen vorgetragen wird, die selbst keinen Zugang zu ihr haben, dann wird sich niemals ein solcher Effekt einstellen. Allerdings besitzt Musik die Gabe, Menschen ganz tief zu berÃ¼hren und das kann man mit Logik nicht erklÃ¤ren. Allerdings erhÃ¤lt man dann nur eine Ahnung von dem, was ich als Wahrheit bezeichne. Andere nennen das Gott oder Paradies. Bei jeder Art, Kunst zu schaffen, ist der KÃ¼nstler dabei, sich dieser Wahrheit anzunÃ¤hern. Ich habe das bereits einige Male erleben dÃ¼rfen. Ich schrieb Gedichte und Geschichten und schrieb sie nicht selbst - sie wurden geschrieben, aber sie waren auch in mir, doch hinter mir, in mir war etwas groÃŸes, etwas grÃ¶ÃŸeres als ich, etwas nicht aus dieser Welt. Das ist das, was ich als die Wahrheit bezeichne. Das ist das, was Delegato Zero meint, wenn er sich selbst beim Schreiben zusieht. Ich habe es erlebt und interessanterweise kannst Du im GesprÃ¤ch mit Menschen erkennen, ob sie solch ein Erlebnis schon einmal hatten. Entweder sie verstehen es nicht oder ihre Augen fangen an zu leuchten.

Warum schrieb ich \&quot;Die Wahrheit ist ein Zustand aus GefÃ¼hl\&quot;?
Es ist ganz einfach: Ich versuche es mit einem Beispiel. Die AffinitÃ¤t eines Menschen zu einer bestimmten Musik. Logisch argumentiert, kommst Du mit irgendwelchen prÃ¤- und postnatalen psychologischen ErklÃ¤rungen und SexualitÃ¤t und dem Konflikt mit den Eltern und dem Umfeld, ach ja und die Frequenzschwingungen auch, die darf man natÃ¼rlich nicht vergessen. Dann kombinieren wir das mit den Eigenschaften der Instrumente und versuchen auch zu beschreiben, warum ein Keyboard nicht den gleichen Klang wie ein FlÃ¼gel haben kann und ehe wir es uns versehen habenn wir eine wissenschaftliche Abhandlung geschrieben. Jetzt haben wir die Tagesform und das Wetter und die Jahreszeit vergessen! Ich denke Du siehst, worauf ich hinauswill: es gibt kein allgemeingÃ¼ltiges Prinzip, mit dem man logisch GefÃ¼hle erklÃ¤ren kann. Wenn es Dir noch nicht genug ist, dann erklÃ¤r mir bitte, logisch, wie Liebe zustandekommt.
Und damit sind wir wieder beim Thema: Das die Wahrheit ein Zustand aus GefÃ¼hl ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich diese Wahrheit mir nur Ã¶ffnet, wenn ich ihr ohne Vernunft begegne, damit meine ich, dass ich nicht darÃ¼ber nachdenke, was da gerade geschieht, denn ich spÃ¼re es ja und das was ich spÃ¼re ist richtig.
Da fÃ¤llt mir Ã¼brigens ein, dass viel mehr Entscheidungen, als Dir wahrscheinlich lieb sind, durch Intuition getroffen werden. Vor allem im Staats- und Wirstschaftswesen. Sicherlich wirst Du da sagen, ist doch klar, dass da soviel Mist passiert, aber ich sage Dir: wenn mein BauchgefÃ¼hl - meine Intuition- bei einer Entscheidung rebelliert, die logisch konsistent ist, dann treffe ich sie nicht, diese Intuition trÃ¼gt nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, ich werde mich wiederholen und auch prÃ¤zisieren.</p>
<p>1. Der Mensch ist ein Wesen aus Vernuft und GefÃ¼hl.<br />
1.1. GefÃ¼hle sind subjektiv, Vernunft gehorcht weniger subjektiven Regeln.<br />
1.2. der Mensch ist auf die DualitÃ¤t von Vernunft und GefÃ¼hl angewiesen.<br />
1.3.1. GefÃ¼hle sind die Seele<br />
1.3.2. vernunft ist der Geist<br />
1.3.3. Die DualitÃ¤t verbindet Seele und Geist.<br />
1.4. Er ist in der Lage, GefÃ¼hle zu erfahren und mit Ihnen umzugehen.<br />
1.5. Er ist in der Lage, diese GefÃ¼hle zugunsten der Vernunft weitestgehend zu unterdrÃ¼cken.<br />
1.6. Es ist ihm mÃ¶glich GefÃ¼hl und Vernunft zu kombinieren.<br />
1.7. Es ist ihm nicht mÃ¶glich, Vernunft zugunsten des GefÃ¼hles zu unterdrÃ¼cken.<br />
1.7.1. GefÃ¼hlen schaffen sich ihren Raum und unterdrÃ¼cken die Vernunft allein.<br />
1.8. GefÃ¼hle sind irrational, intutitiv.</p>
<p>2. Der Verstand ist der Teil des Menschen, der die wissenschaftlichen Erkenntnisse gewinnt und beschreibt.<br />
2.1. Da Wissenschaft bestrebt ist, eine mÃ¶glichst universelle / objektive Betrachtungsweise zu erreichen, muss sie auf ein allgemeingÃ¼ltiges Prinzip zurÃ¼ckgreifen.<br />
2.1.1. Die Methode, nach der dieses allgemeingÃ¼ltige Prinzip funktioniert, ist Logik.<br />
2.1.1.1. Logik ist die Methode der Erkenntnisgewinnung.</p>
<p>2.2. Die Logik und alles, was sie zum Erkenntnisgewinn benutzt, benutzt nur einen Teil des menschlichen Geistes, die GefÃ¼hle werden vollstÃ¤ndig vernachlÃ¤ssigt.<br />
2.2.1. Wenn jede Wissenschaft im Stande ist, nur einen Teilbereich dessen zu beschreiben, was unser Geist zu fassen in der Lage ist, dann kann sie also nie ganzheitlich erklÃ¤ren, kann also nie ein vollstÃ¤ndiges Bild dessen, was unser Geist zu fassen im Stande ist, geben.</p>
<p>Soviel zur Logik, Alexander. Jetzt mache ich normal weiter. Mit \&#8221;ich habe Angst\&#8221; beschreibst Du nichts. Mit einem dahergelaufenen Wort wie Angst geben sich ZustÃ¤nde zufrieden, GefÃ¼hle aber nicht. Angst ist nicht gleich Angst &#8211; und da haben wir auch gleich die wunderbarste Eigenschaft von GefÃ¼hlen: sie sind einmalig. Das Interessante ist nÃ¤mlich, dass wir uns nicht selbst zuhÃ¶ren. Wir sind viel zu hektisch. Die gleiche Angst kommt nie noch einmal, nur eine Ã¤hnliche Angst. Ein GefÃ¼hl wird von so vielen Faktoren beeinfluÃŸt und von einem ganz besonders: der Zeit. Sicherlich interessiert uns nicht, ob sich eine Angst von der anderen unterscheidet oder nicht, aber letztendlich tut sie es, etwas ist immer anders. Soviel zu dieser Aussage.</p>
<p>Nun zur Wahrheit. Ich habe oben die Formulierung \&#8221;dessen [..], was unser Geist zu fassen in der Lage ist\&#8221; benutzt. Dies ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was ich als Wahrheit bezeichne. Die Wahrheit ist die Frage nach dem Zusammenhang zwischen mir, Dir, dem Universum und dem kleinen Hund, der heute Morgen bellend aus einem Laden kam und sich des FuÃŸweges bemÃ¤chtigte. Es gibt Momente im Leben eines jeden Menschen, in denen er/sie/es fÃ¼hlt, dass sich alles im Einklang befindet und wie ein Hauch Ewigkeit an ihm/ihr/ihm vorbeizieht. Ich habe so etwas, kurz nachdem ich einen Roman von Hesse zu Ende gelesen habe oder klassiche Musik hÃ¶re. Das sind fÃ¼r mich zutiefst spirituelle Erlebnisse. Bei Musik ist es etwas ganz besonderes. Denn wenn die Musik von Menschen vorgetragen wird, die selbst keinen Zugang zu ihr haben, dann wird sich niemals ein solcher Effekt einstellen. Allerdings besitzt Musik die Gabe, Menschen ganz tief zu berÃ¼hren und das kann man mit Logik nicht erklÃ¤ren. Allerdings erhÃ¤lt man dann nur eine Ahnung von dem, was ich als Wahrheit bezeichne. Andere nennen das Gott oder Paradies. Bei jeder Art, Kunst zu schaffen, ist der KÃ¼nstler dabei, sich dieser Wahrheit anzunÃ¤hern. Ich habe das bereits einige Male erleben dÃ¼rfen. Ich schrieb Gedichte und Geschichten und schrieb sie nicht selbst &#8211; sie wurden geschrieben, aber sie waren auch in mir, doch hinter mir, in mir war etwas groÃŸes, etwas grÃ¶ÃŸeres als ich, etwas nicht aus dieser Welt. Das ist das, was ich als die Wahrheit bezeichne. Das ist das, was Delegato Zero meint, wenn er sich selbst beim Schreiben zusieht. Ich habe es erlebt und interessanterweise kannst Du im GesprÃ¤ch mit Menschen erkennen, ob sie solch ein Erlebnis schon einmal hatten. Entweder sie verstehen es nicht oder ihre Augen fangen an zu leuchten.</p>
<p>Warum schrieb ich \&#8221;Die Wahrheit ist ein Zustand aus GefÃ¼hl\&#8221;?<br />
Es ist ganz einfach: Ich versuche es mit einem Beispiel. Die AffinitÃ¤t eines Menschen zu einer bestimmten Musik. Logisch argumentiert, kommst Du mit irgendwelchen prÃ¤- und postnatalen psychologischen ErklÃ¤rungen und SexualitÃ¤t und dem Konflikt mit den Eltern und dem Umfeld, ach ja und die Frequenzschwingungen auch, die darf man natÃ¼rlich nicht vergessen. Dann kombinieren wir das mit den Eigenschaften der Instrumente und versuchen auch zu beschreiben, warum ein Keyboard nicht den gleichen Klang wie ein FlÃ¼gel haben kann und ehe wir es uns versehen habenn wir eine wissenschaftliche Abhandlung geschrieben. Jetzt haben wir die Tagesform und das Wetter und die Jahreszeit vergessen! Ich denke Du siehst, worauf ich hinauswill: es gibt kein allgemeingÃ¼ltiges Prinzip, mit dem man logisch GefÃ¼hle erklÃ¤ren kann. Wenn es Dir noch nicht genug ist, dann erklÃ¤r mir bitte, logisch, wie Liebe zustandekommt.<br />
Und damit sind wir wieder beim Thema: Das die Wahrheit ein Zustand aus GefÃ¼hl ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich diese Wahrheit mir nur Ã¶ffnet, wenn ich ihr ohne Vernunft begegne, damit meine ich, dass ich nicht darÃ¼ber nachdenke, was da gerade geschieht, denn ich spÃ¼re es ja und das was ich spÃ¼re ist richtig.<br />
Da fÃ¤llt mir Ã¼brigens ein, dass viel mehr Entscheidungen, als Dir wahrscheinlich lieb sind, durch Intuition getroffen werden. Vor allem im Staats- und Wirstschaftswesen. Sicherlich wirst Du da sagen, ist doch klar, dass da soviel Mist passiert, aber ich sage Dir: wenn mein BauchgefÃ¼hl &#8211; meine Intuition- bei einer Entscheidung rebelliert, die logisch konsistent ist, dann treffe ich sie nicht, diese Intuition trÃ¼gt nicht.</p>
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		<title>Von: solid</title>
		<link>http://www.abersehntsuchtvoll.de/wider-der-vernunft-kant-ist-tot-4/comment-page-1#comment-1</link>
		<dc:creator>solid</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2006 19:33:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.reevolution.org/wider-der-vernunft-kant-ist-tot/#comment-1</guid>
		<description>Die alte Frage nach der Natur der Wahrheit. Wie schÃ¶n.
Die Antwort hÃ¤ngt davon ab, was man unter &quot;der Wahrheit&quot; versteht. Dies sollte im Vorfeld geklÃ¤rt werden. Da du so einfach mir nix dir nix eine &quot;universelle allgemeingÃ¼ltige Wahrheit&quot; als existierend voraussetzt, nehme ich an, du meinst eine umfassende, widerspruchsfreie ErklÃ¤rung aller PhÃ¤nomene des Universums. (Frage: des beobachtbaren Universums oder des gesamten Universums? Es gibt da Unterschiede).
Es ist eine ewige Hoffnung der Menschheit, das es diese Wahrheit gibt. Wir
wissen es einfach nicht, wir kÃ¶nne es nur vermuten. Aber gehen wir einfach mal davon aus. Wenn wir logisch vorgehen, kÃ¶nnen wir uns durch diese eine Annahme schon kompett in den Wegen der Erkenntnis verirren, denn ist die Annahme falsch, so kÃ¶nnen wir alles beweisen und unsere Erkenntnismenge reduziert sich zu Null.
Da wir aber diese Logik scheinbar gar nicht brauchen um die &quot;eine Wahrheit&quot; zu finden, sollte uns das nicht lÃ¤nger stÃ¶ren. Ohne Vernunft wird es zwar Ã¤uÃŸerst schwierig, auch nur ein einziges Wort niederzuschreiben und schon der Ansatz, das Gegenteil von Vernunft zu definieren entspringt einem logischen Denkprozess, es hindert dich aber scheinbar nicht daran, sogleich die ganze Welt der Vernunft als unzulÃ¤ngliche Mittel der Beschreibung der Wahrheit abzutun, ja sogar sie als Kardinalfehler zu bezeichnen. Das ist kurzsichtig und wird den Tatsachen nicht
gerecht, die die Vernunft hervorgebracht hat. Und das Gegenteil von GefÃ¼hl ist Vernunft schon gar nicht. Das Gegenteil von Vernunft ist Unvernunft.
GefÃ¼hle sind auch nicht unaussprechlich. &quot;Ich habe Angst&quot; ist die Aussprache eines GefÃ¼hls. Wobei ich dir sofort recht gebe, wenn du sagst, das die Sprache ein GefÃ¼hl nur schemenhaft und vereinfachend vermitteln kann. Allerdings ist die Anzahl der Liebesgedichte kein Beweis dafÃ¼r. Es gibt auch sehr viele Abhandlungen Ã¼ber RelativistÃ¤tstheorie und die sind alles andere als schemenhaft. Die Anzahl ist vielmehr ein Symptom, Ausdruck der Tatsache, das jeder Mensch GefÃ¼hle anders ausdrÃ¼ckt, anders erlebt. Das Sprache nur ein unzulÃ¤ngliches Mittel ist, um unserere Gedanken auszudrÃ¼cken, liegt nicht am GefÃ¼hl. Auch im Versuch &quot;nicht-GefÃ¼hle&quot; auszudrÃ¼cken tritt diese Eigenschaft der Sprache hervor. Das hat andere Ursachen bzw. es liegt in der Natur der Sprache.
Doch nun zur Kernthese - &quot;Die Â»WahrheitÂ« ist ein Zustand aus GefÃ¼hl&quot;. Aha, Ã¤h. nochmal. &quot;Die Â»WahrheitÂ« ist ein Zustand aus GefÃ¼hl&quot;. Es tut mir leid, ich versteh es nicht. Ich habe den Satz sehr oft wiederholt, mein VerstÃ¤ndnis wird jedoch nicht besser. Die Wahrheit ist ein Zustand, und dann auch noch aus GefÃ¼hl. Das ist mir zuviel, da komm ich nicht mehr mit. Und dieser Zustand aus GefÃ¼hl ist die ErklÃ¤rung von allem, und ein jeder muÃŸ seinen Weg finden, sich ihr zu nÃ¤hern.
Ã„h - nein. Das lehne ich ab. Bitte prÃ¤zisieren sie - ich brauche mehr Input.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die alte Frage nach der Natur der Wahrheit. Wie schÃ¶n.<br />
Die Antwort hÃ¤ngt davon ab, was man unter &#8220;der Wahrheit&#8221; versteht. Dies sollte im Vorfeld geklÃ¤rt werden. Da du so einfach mir nix dir nix eine &#8220;universelle allgemeingÃ¼ltige Wahrheit&#8221; als existierend voraussetzt, nehme ich an, du meinst eine umfassende, widerspruchsfreie ErklÃ¤rung aller PhÃ¤nomene des Universums. (Frage: des beobachtbaren Universums oder des gesamten Universums? Es gibt da Unterschiede).<br />
Es ist eine ewige Hoffnung der Menschheit, das es diese Wahrheit gibt. Wir<br />
wissen es einfach nicht, wir kÃ¶nne es nur vermuten. Aber gehen wir einfach mal davon aus. Wenn wir logisch vorgehen, kÃ¶nnen wir uns durch diese eine Annahme schon kompett in den Wegen der Erkenntnis verirren, denn ist die Annahme falsch, so kÃ¶nnen wir alles beweisen und unsere Erkenntnismenge reduziert sich zu Null.<br />
Da wir aber diese Logik scheinbar gar nicht brauchen um die &#8220;eine Wahrheit&#8221; zu finden, sollte uns das nicht lÃ¤nger stÃ¶ren. Ohne Vernunft wird es zwar Ã¤uÃŸerst schwierig, auch nur ein einziges Wort niederzuschreiben und schon der Ansatz, das Gegenteil von Vernunft zu definieren entspringt einem logischen Denkprozess, es hindert dich aber scheinbar nicht daran, sogleich die ganze Welt der Vernunft als unzulÃ¤ngliche Mittel der Beschreibung der Wahrheit abzutun, ja sogar sie als Kardinalfehler zu bezeichnen. Das ist kurzsichtig und wird den Tatsachen nicht<br />
gerecht, die die Vernunft hervorgebracht hat. Und das Gegenteil von GefÃ¼hl ist Vernunft schon gar nicht. Das Gegenteil von Vernunft ist Unvernunft.<br />
GefÃ¼hle sind auch nicht unaussprechlich. &#8220;Ich habe Angst&#8221; ist die Aussprache eines GefÃ¼hls. Wobei ich dir sofort recht gebe, wenn du sagst, das die Sprache ein GefÃ¼hl nur schemenhaft und vereinfachend vermitteln kann. Allerdings ist die Anzahl der Liebesgedichte kein Beweis dafÃ¼r. Es gibt auch sehr viele Abhandlungen Ã¼ber RelativistÃ¤tstheorie und die sind alles andere als schemenhaft. Die Anzahl ist vielmehr ein Symptom, Ausdruck der Tatsache, das jeder Mensch GefÃ¼hle anders ausdrÃ¼ckt, anders erlebt. Das Sprache nur ein unzulÃ¤ngliches Mittel ist, um unserere Gedanken auszudrÃ¼cken, liegt nicht am GefÃ¼hl. Auch im Versuch &#8220;nicht-GefÃ¼hle&#8221; auszudrÃ¼cken tritt diese Eigenschaft der Sprache hervor. Das hat andere Ursachen bzw. es liegt in der Natur der Sprache.<br />
Doch nun zur Kernthese &#8211; &#8220;Die Â»WahrheitÂ« ist ein Zustand aus GefÃ¼hl&#8221;. Aha, Ã¤h. nochmal. &#8220;Die Â»WahrheitÂ« ist ein Zustand aus GefÃ¼hl&#8221;. Es tut mir leid, ich versteh es nicht. Ich habe den Satz sehr oft wiederholt, mein VerstÃ¤ndnis wird jedoch nicht besser. Die Wahrheit ist ein Zustand, und dann auch noch aus GefÃ¼hl. Das ist mir zuviel, da komm ich nicht mehr mit. Und dieser Zustand aus GefÃ¼hl ist die ErklÃ¤rung von allem, und ein jeder muÃŸ seinen Weg finden, sich ihr zu nÃ¤hern.<br />
Ã„h &#8211; nein. Das lehne ich ab. Bitte prÃ¤zisieren sie &#8211; ich brauche mehr Input.</p>
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