Neue Stadt

Rubrik(en): Gedanken, Zeitgeist. Veröffentlicht am 20. März 2006 um 20:29 Uhr.

Ich liebe ja Großstädte. Nach einer fast sechsjährigen Absinenz in Stralsund hat mich die Großstadt in Form der Metropole Berlin endlich wieder. All die Enge der Stadt und die Ruhe der Region, die sich wie ein Schleier über Gemüt und Geist legen, sind fort. Ich habe glücklicherweise jeden Tag fast anderthalb Stunden Zeit, um die aufgestaute Bücherliste langsam abzuarbeiten. Der Geist ist wieder quicklebendig, neue Eindrücke sprudeln auf mich ein und aus mir heraus, es ist eine Heimkehr.

Jetzt, wo ich Schlag auf Schlag neue Eindrücke sammle, erscheint mir die Stralsunder Zeit manchmal als Schlaf, der mich nicht nur sechs, sondern zwölf Jahre gekostet hat. Ich laufe, ich eile, um so viel Zeit wie möglich wieder einzuholen. es wird nicht gelingen, aber die vorhandene Zeit möchte und muß ich endlich mit der Lektüre nutzen, von der ich mich selbst abgehalten habe.

Die Räume der Wohnung sind hell, licht und hoch. Ich habe einen Balkon vor der Nase; genug Räume, um meine eigenen Gedanken fliegen zu lassen, es ist wie ein warmes, feuchtes Beet im Frühling, dass darauf wartet, dass sich die Blumenzwiebeln in ihm endlich öffnen und emporwachsen.

Der Weg

Rubrik(en): blog, Re(e)volution. Veröffentlicht am 20. März 2006 um 20:25 Uhr.

Ich habe heute die Gedanken von Erich Fromm über das Menschenbild bei Marx gelesen. Das Buch macht wirklich hungrig auf Marx. Mir scheint, dass sich viele Widersprüche zwischen meinem bereits formulierten Denken und meinem Fühlen damit auflösen werden. Ich bin wirklich gespannt.

Wider der Vernunft / Kant ist tot.

Rubrik(en): blog, Gedanken, Re(e)volution. Veröffentlicht am 22. Januar 2006 um 22:26 Uhr.

Kann es sein, dass alle Modelle, alle Ideologien und Theorien, die versuchen, diese Welt zu beschreiben, nie vollständig sein können? Kann es sein, dass die Antwort auf die große Frage nach dem Warum? eine ganz einfache, aber unaussprechliche Antwort hat? Dass uns die »Wahrheit«, an die wir uns nur annähern können, eigentlich unser ganzes Leben lang als Brett vor der Kopf hängt?

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