Auf dem Weg zum Zorn.

Rubrik(en): Gedanken, Politik, Re(e)volution, Zeitgeist. Veröffentlicht am 2. Januar 2012 um 22:06 Uhr.

Ich sage es gleich zu Beginn: Ich bin stinksauer.

Ich bin sauer, weil wir allem Anschein nach auf einem Niveau angekommen sind, wo man sich fragt, ob die Welt spinnt oder man selbst. Und obwohl man weiß, dass es die Welt sein muss, den Kopf duckt, die Füße still und die Faust in der Tasche hält. Doch dann sind da diese kleinen Momente, in denen einem Konstantin Weckers Zeilen wieder in den Sinn kommen: »[…] trotzdem, Willy, ma muaß weiterkämpfen, kämpfen bis zum Umfalln, a wenn die ganze Welt an Arsch offen hat, oder grad deswegn.«

Ich frage mich ernsthaft, was dem Amt des Bundespräsidenten mehr schadet: Derjenige, der in einem Husarenstück ins Schloss gewählt wurde, oder etwa der Titel der aktuellen Titanic. Das Titelblatt ist eindeutig weit jenseits der Grenze des Anstandes, doch wo ist der gegenwärtige Amtsinhaber des höchsten Amtes unserer Republik dann auf derselben Skala zu finden? Mehr davon »

Empörung. Eine ungehaltene Rede.

Rubrik(en): Gedanken, Politik, Re(e)volution, Zeitgeist. Veröffentlicht am 17. Oktober 2011 um 13:08 Uhr.

Im Frühjahr diesen Jahres habe ich einigen Versammlungen der Spanischen Revolution in Berlin beigewohnt. War der basisdemokratische Charakter eines offenen, gleichberechtigten Plenums zu anfangs noch spannend und weckte in mir Hoffnungen an die Kräfte der menschlichen Selbstorganisation, so sah ich recht schnell, dass es nach meinem Dafürhalten im Wesentlichen darum ging, der eigenen Unzufriedenheit Luft zu machen. Dies ist verständlich, aber auch nicht konstruktiv. Eine Bewegung ist erst dann eine politische, wenn sie ihrem Anspruch auch Taten folgen lässt.

Occupy Wallstreet hat dafür gesorgt, dass ihre Vorläufer in Europa wieder Auftrieb haben (der 15. Oktober war ursprünglich von der Spanischen Revolution Ende Mai als weltweiter Aktionstag beschlossen worden). Allerdings sieht man anhand der Teilnehmerzahlen, wie empört die Menschen in den einzelnen Ländern wirklich sind. Und hier zeigt sich, dass Deutschland offensichtlich noch ein Empörungsdefizit hat. Das kann man gut oder schlecht finden. Ich finde es gut, denn je schlechter die Zustände, umso empörter die Bevölkerung: Allein in Rom gingen etwa 150.000 Menschen an diesem Tag auf die Straße, in Deutschland etwa ein Zehntel davon. Mehr davon »

Gedanken, Fragen

Rubrik(en): Gedanken, Re(e)volution, Zeitgeist. Veröffentlicht am 21. August 2007 um 23:47 Uhr.

Ich glaube, wir leben zu wenig. Ich glaube, wir sind mit uns selbst zu sehr nicht im Reinen. Wir vertrauen uns selbst viel zu wenig. Und wir hören auch zu selten auf uns. Deswegen vertrauen wir Anderen mehr als uns selbst. Mehr davon »

Systemfehler?

Rubrik(en): Gedanken, Politik, Re(e)volution. Veröffentlicht am 20. Juni 2007 um 21:29 Uhr.

Alle theoretischen Gesellschaftskonstrukte und ihre praktischen Ausläufer zielen darauf ab, so viele Subgesellschaften wie möglich zu erfassen, ohne die Möglichkeit einer späteren freiwilligen Abkehr der Subgesellschaften vom Leviathan einzubeziehen.

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Neue Spielregeln für ein altes Spiel

Rubrik(en): Gedanken, Politik, Re(e)volution, Zeitgeist. Veröffentlicht am 10. September 2006 um 18:12 Uhr.

In letzter Zeit hört, sieht und liest man von Dingen, die man schon aus dem Geschichtsbuch kennt. Der Wahlkampf nimmt Weimarer Züge an und als Reaktion gibt es nur Worthülsen. Traurig ist dabei, dass mit alten Denkweisen – die ebenfalls dem Geschichtsbuch zu entstammen scheinen – gearbeitet wird.

Ich denke, dass wir ein paar Wahrheiten akzeptieren müssen, so schmerzhaft sie auch sein mögen. Mehr davon »

Der Weg

Rubrik(en): blog, Re(e)volution. Veröffentlicht am 20. März 2006 um 20:25 Uhr.

Ich habe heute die Gedanken von Erich Fromm über das Menschenbild bei Marx gelesen. Das Buch macht wirklich hungrig auf Marx. Mir scheint, dass sich viele Widersprüche zwischen meinem bereits formulierten Denken und meinem Fühlen damit auflösen werden. Ich bin wirklich gespannt.

Wider der Vernunft / Kant ist tot.

Rubrik(en): blog, Gedanken, Re(e)volution. Veröffentlicht am 22. Januar 2006 um 22:26 Uhr.

Kann es sein, dass alle Modelle, alle Ideologien und Theorien, die versuchen, diese Welt zu beschreiben, nie vollständig sein können? Kann es sein, dass die Antwort auf die große Frage nach dem Warum? eine ganz einfache, aber unaussprechliche Antwort hat? Dass uns die »Wahrheit«, an die wir uns nur annähern können, eigentlich unser ganzes Leben lang als Brett vor der Kopf hängt?

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