Ich rose mich nach Dir

Veröffentlicht am 15. Mai 2012 um 18:48 Uhr
Schlagwort(e):  ,
Rubrik(en): Gedichte, les études

Ich rose mich nach Dir
Du Rose Du
Du Rose Du in Rosen
Doppelte Rose Du
Du Rose Rose Du
Und dosiere eine Dosis obenauf

Ich dosiere mich nach Dir
Du Dosis Du
Du Dosis Du in Dosen
Doppelte Dosis Du
Du Dosis Dosis Du
Und rose eine Rose obenauf

zeit/formen

Veröffentlicht am 1. Januar 2012 um 23:57 Uhr
Schlagwort(e):  ,
Rubrik(en): Gedichte, les études

etwas gestern
steckte heute
tief im morgen

versteckt offenbarte
gestern was morgen
offenbar versteckte

heute blieb
verborgen
blieb gestern

ich sah
heute anders
als ich
gestern sah

heute
wurde was
morgen
gewesen war

am ende
würde
gestern
morgen

 

karger Sommer

Veröffentlicht am 4. September 2011 um 18:01 Uhr
Schlagwort(e):  
Rubrik(en): Gedichte, les études

Du hast mich
schlafen lassen
und bist gegangen Mehr davon »

Sonntagmorgen

Veröffentlicht am 27. März 2011 um 9:22 Uhr
Schlagwort(e):  , ,
Rubrik(en): Gedichte, les études

leise leise
leichte Schritte
weiches Kissen
sanfte Haut

milde milde
blaue Augen
öffnen leise
schließen gleich

strahlend glänzen
blonde Haare
rote Lippen
lächeln müd

040318

Aufwachen

Veröffentlicht am 14. Februar 2011 um 8:30 Uhr
Schlagwort(e):  , , , ,
Rubrik(en): Geschichten, les études

Sie liegt auf meiner linken Seite, ihr linkes Bein um mich geschlungen und schläft. Ihr Fuß kühlt mein Wade; es ist schwül unter der Decke. Eine Strähne lugt unter ihrem Gesicht hervor, eine weitere hängt von oben herunter. Die Finger ihrer linken Hand schauen aus meiner rechten heraus und tippen leicht auf meinem Handrücken herum. Sie wacht auf: Ihre Zehen tippen im Takt der Finger. Mehr davon »

Wiedersehen

Veröffentlicht am 31. Dezember 2010 um 20:14 Uhr
Schlagwort(e):  , , ,
Rubrik(en): Geschichten, les études

Ich sitze in der letzten Tube und will nur noch nach Hause. Es reicht für heute.  ›Bevor du dich nur wieder sinnlos betrinkst, kannst du auch nach Hause gehen‹, sagte ich mir. Jetzt will ich meine Ruhe und schotte mich mit Kopfhörern ab. Nur ganz von fern dringen Geräusche der Außenwelt in meinen Klangraum ein: Die nächste Station wird angesagt, Türen gehen auf, das Warnsignal ertönt, Türen schließen sich. Mit einem leichten Ruck fährt der Zug an und ich bin wieder allein.

Gedankenverloren schaue ich auf das Gegenüber, das an der letzten Station eingestiegen ist: Mehr davon »

Mit offenen Karten.

Veröffentlicht am 1. November 2010 um 13:48 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, les études

»Grün.« »Grün?« »Ja was soll ich machen?« »Gut, dann spielen wir Grün. Grün scheißt die Ente, wenn’s Gras lang ist.« »Also ich weiß nicht, wie’s dir geht…« »Spritzen?« »Naja, ich kann nichts sagen, ich war mit 17½ draußen.« »Da muss ich wohl wieder. Wer ist vorn?« »Frank.« »Hmmm, dann lass mich erstmal nachdenken.« »Bis ihr zwei Heinze in die Gänge kommt, bin ich schon wieder nüchtern. Ich hole mir ein Bier.« »Also dafür gibt’s aus Prinzip eine Spritze für Dich. Und ein Bier für mich.« »Frank, Du sag mal, wo Du grad stehst, bei mir ist ganz schön viel Luft in der Flasche.« Mehr davon »

ohne titel

Veröffentlicht am 28. September 2010 um 15:53 Uhr
Schlagwort(e):  
Rubrik(en): Gedichte, les études

halt reist
aus.versehen
fängt alles
auf.genommen
hat sie alles
von ihm.bleibt
nicht viel.mehr
noch.wie viel
bleibt wenig?er
kommt nicht weit.er
bleibt stumm.manchmal
ist stille.so aufgeregt
will er es.nie
ruhe.ist nicht zu lieben
besser?als er
träume hatte,er-
zählte er sie
nicht.einmal er-
fährt sie davon
sie geht.nicht
ein wort kann
etwas ändern

100917

Im Matratzenschein

Veröffentlicht am 2. September 2010 um 22:30 Uhr
Schlagwort(e):  ,
Rubrik(en): Gedichte, les études

Im Matratzenschein liebten wir uns
Ich hier, Du dort.
Dazwischen: eine Lichtung.
Wie blutrünstige Schmetterlinge
gewitterten wir durch die schwangere Luft
Deine Brombeerbrust wellte mir entgegen
An einem sonnigen Hügel kam ich plötzlich
zum Stehen.
Ich hielt inne,
Du schautest innig herüber
Ja? fragte ich hin
Ja! befehltest Du zurück
Kein Priester weit und breit – zum Glück!
Ich war von Deinen Sinnen
Am Ende alles still
Nur von Weitem Sterne
sich ächzend liebkosend.

100722

Herbstgedicht

Veröffentlicht am 24. August 2010 um 21:46 Uhr
Schlagwort(e):  ,
Rubrik(en): Gedichte, les études

fahles Licht klatscht ans Fenster
Wind treibt Faltblätter
düster schimmert Regen
Fäulnis im Blumentopf

Riesen im Wald
im Halbdunkel schwanken
müde ihre Schatten
Einsamkeit stählt nicht

Heißer Tee dampft
Honig tropft golden
sinkt langsam abwärts
löst sich auf

hilfloses Warmwasser
gurgelt unterm Fenster
müde verschwindet
grauverschleierte Sonne

100824