Ich rose mich nach Dir
Du Rose Du
Du Rose Du in Rosen
Doppelte Rose Du
Du Rose Rose Du
Und dosiere eine Dosis obenauf
Ich dosiere mich nach Dir
Du Dosis Du
Du Dosis Du in Dosen
Doppelte Dosis Du
Du Dosis Dosis Du
Und rose eine Rose obenauf
Ich rose mich nach Dir
Du Rose Du
Du Rose Du in Rosen
Doppelte Rose Du
Du Rose Rose Du
Und dosiere eine Dosis obenauf
Ich dosiere mich nach Dir
Du Dosis Du
Du Dosis Du in Dosen
Doppelte Dosis Du
Du Dosis Dosis Du
Und rose eine Rose obenauf
etwas gestern
steckte heute
tief im morgen
versteckt offenbarte
gestern was morgen
offenbar versteckte
heute blieb
verborgen
blieb gestern
ich sah
heute anders
als ich
gestern sah
heute
wurde was
morgen
gewesen war
am ende
würde
gestern
morgen
Du hast mich
schlafen lassen
und bist gegangen Mehr davon »
leise leise
leichte Schritte
weiches Kissen
sanfte Haut
milde milde
blaue Augen
öffnen leise
schließen gleich
strahlend glänzen
blonde Haare
rote Lippen
lächeln müd
040318
Sie liegt auf meiner linken Seite, ihr linkes Bein um mich geschlungen und schläft. Ihr Fuß kühlt mein Wade; es ist schwül unter der Decke. Eine Strähne lugt unter ihrem Gesicht hervor, eine weitere hängt von oben herunter. Die Finger ihrer linken Hand schauen aus meiner rechten heraus und tippen leicht auf meinem Handrücken herum. Sie wacht auf: Ihre Zehen tippen im Takt der Finger. Mehr davon »
Ich sitze in der letzten Tube und will nur noch nach Hause. Es reicht für heute. ›Bevor du dich nur wieder sinnlos betrinkst, kannst du auch nach Hause gehen‹, sagte ich mir. Jetzt will ich meine Ruhe und schotte mich mit Kopfhörern ab. Nur ganz von fern dringen Geräusche der Außenwelt in meinen Klangraum ein: Die nächste Station wird angesagt, Türen gehen auf, das Warnsignal ertönt, Türen schließen sich. Mit einem leichten Ruck fährt der Zug an und ich bin wieder allein.
Gedankenverloren schaue ich auf das Gegenüber, das an der letzten Station eingestiegen ist: Mehr davon »
»Grün.« »Grün?« »Ja was soll ich machen?« »Gut, dann spielen wir Grün. Grün scheißt die Ente, wenn’s Gras lang ist.« »Also ich weiß nicht, wie’s dir geht…« »Spritzen?« »Naja, ich kann nichts sagen, ich war mit 17½ draußen.« »Da muss ich wohl wieder. Wer ist vorn?« »Frank.« »Hmmm, dann lass mich erstmal nachdenken.« »Bis ihr zwei Heinze in die Gänge kommt, bin ich schon wieder nüchtern. Ich hole mir ein Bier.« »Also dafür gibt’s aus Prinzip eine Spritze für Dich. Und ein Bier für mich.« »Frank, Du sag mal, wo Du grad stehst, bei mir ist ganz schön viel Luft in der Flasche.« Mehr davon »
halt reist
aus.versehen
fängt alles
auf.genommen
hat sie alles
von ihm.bleibt
nicht viel.mehr
noch.wie viel
bleibt wenig?er
kommt nicht weit.er
bleibt stumm.manchmal
ist stille.so aufgeregt
will er es.nie
ruhe.ist nicht zu lieben
besser?als er
träume hatte,er-
zählte er sie
nicht.einmal er-
fährt sie davon
sie geht.nicht
ein wort kann
etwas ändern
100917
Im Matratzenschein liebten wir uns
Ich hier, Du dort.
Dazwischen: eine Lichtung.
Wie blutrünstige Schmetterlinge
gewitterten wir durch die schwangere Luft
Deine Brombeerbrust wellte mir entgegen
An einem sonnigen Hügel kam ich plötzlich
zum Stehen.
Ich hielt inne,
Du schautest innig herüber
Ja? fragte ich hin
Ja! befehltest Du zurück
Kein Priester weit und breit – zum Glück!
Ich war von Deinen Sinnen
Am Ende alles still
Nur von Weitem Sterne
sich ächzend liebkosend.
100722
fahles Licht klatscht ans Fenster
Wind treibt Faltblätter
düster schimmert Regen
Fäulnis im Blumentopf
Riesen im Wald
im Halbdunkel schwanken
müde ihre Schatten
Einsamkeit stählt nicht
Heißer Tee dampft
Honig tropft golden
sinkt langsam abwärts
löst sich auf
hilfloses Warmwasser
gurgelt unterm Fenster
müde verschwindet
grauverschleierte Sonne