Die Bahn kommt.

Veröffentlicht am 28. März 2008 um 11:18 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten

Heute wollte ich eine Fahrplanauskunft haben. Seit geraumer Zeit schon muss ich mir die Nötigung durch Werbung gefallen lassen, an diesem schönen Tag aber hatte ich keine Lust darauf. Also suchte ich nach einem Kontaktformular und schrieb meine Fragen auf.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin etwas verwirrt. Ist bahn.de ein Werbe- oder Informationsportal? Bisher dachte ich, dort die nächsten Fahrplanauskünfte zu erhalten und meine Tickets buchen zu können, aber nun muss ich feststellen, dass ich zuerst einen DSL-Anschluß bei Alice buchen soll. Gibt’s demnächst dann auch eMail-Adressen und ein socialNetwork? BahnVZ?

In der Hoffnung, Antwort auf meine Fragen zu erhalten,
verbleibe ich mit Grüßen

Marcus Pauli

Single Point Of Failure

Veröffentlicht am 26. März 2008 um 10:06 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, les études, Reisenotizen

Ein ganz gewöhnlicher Samstag am Vorabend des «Messiah Comback Day ». Wir sitzen im RegionalExpress von Dresden nach Leipzig. Ungewöhnlich ist nur, dass wir a) den geplanten Zug erreicht haben, wir b) niemanden zu besonderer Eile nötigen mussten und c) sogar schon das Ticket in der Tasche haben. Alles ist also wunderbar.

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Adelheid

Veröffentlicht am 28. Februar 2008 um 11:48 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten

Adelheid hat braune Haut und weiße Haare. Sie hört gern Mozart und Jazz. Außerdem ist sie Veganerin und mag ihr Essen so frisch wie möglich. Leider hat sie nicht allzu oft Gelegenheit dazu, denn Adelheid arbeitet die meiste Zeit des Tages in einem großen Unternehmen der Lebensmittelbranche. Man kann sie schon als ein Workaholic bezeichnen; kaum ein Tag vergeht, an dem sie ihren Arbeitsplatz verlässt.

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Reise nach Rostock

Veröffentlicht am 10. Februar 2008 um 11:44 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, les études, Reisenotizen

Zum Samstag um neun Uhr aufzustehen ist schon ziemlich hart, vor allem, wenn man wie ich die ganze Woche schon zu wenig Schlaf gehabt hat. Naja, was man nicht alles tut. Dafür schaffe ich es pünktlich zum Zug; eine seltene Erfahrung: Züge spielend erreichen. Das fetzt, das werde ich mir merken.

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Das erwachte Deutschtum oder keine Angst vorm Deutschen Michel

Veröffentlicht am 8. Februar 2008 um 22:06 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, Politik

Hier gleich um die Ecke gibt’s den Hof- und Hausnazi: Eine glatzköpfige Fettbacke mit einer Reichkriegsflagge im Fenster und immer schön am ziehen. Sein Vati – ganz klar – mit Jogginghose und einem ich-war-früher-mal-weiß-Feinrippunterhemd. Eigentlich eine filmreife Klischeefamilie. Jedenfalls musste ich am Freitag folgende Situation erleben: Beim Nazi ist ja immer das Fenster auf, deswegen kann man sehen, was er macht. So. Nazi verlässt also die Wohnung, Vati geht erstmal mit der Zeitung unterm Arm um die Ecke. Unser deutscher Sohnemann verlässt mit seiner schicken Bomberjacke und Tarnfleckhose das Haus und reitet direkt beim Spätverkaufsasiaten seines Vertrauens ein, um wenige Augenblicke später mit einem schmackhaften Orangensaft im Tetrapak wieder herauszukommen. Derweil Vati vom Klo kommt und erstmal mürrisch guckt, wo der Bengel wieder gewesen ist.

Muss man nun als Normalgebliebener Angst vor diesen Gestalten Angst haben?

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Morgens halb zehn in Deutschland

Veröffentlicht am 7. Februar 2008 um 11:54 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, les études

Ich nutze die Gunst der Stunde und gehe zum lokalen Fitness-Dealer meines Vertrauens. Ich freue mich schon so richtig auf eine Stunde Knochenstrecken in ruhiger, entspannter Atmosphäre. Eigentlich hätten mir die zwei Turnbeutelträger vor der Haustür schon ein böses Omen sein sollen, doch ignorant wie ich nunmal bin gehe ich weiter. Am Tresen hat sich bereits eine Schlange gebildet. Mehr davon »

Warum man seine Siebensachen immer zusammenhalten sollte und Muttis toll sind

Veröffentlicht am 28. Januar 2008 um 12:58 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, les études

Vor einigen Jahren, in grauer Vorzeit, als unser Leben noch aus Schwarz-Weiß-Gedächtnislücken bestand, legte ich mein Abitur ab. Meine Schule stand auf der Abschussliste des Oberschulamtes. Soetwas kann man recht leicht erkennen: Die übrig gebliebenen Gymnasien durften das Wort «Gymnasium » im Titel führen, die anderen nicht. Wir hießen also «Robert-Koch-Schule, Gymnasium ». Damals sagte man uns, dass wir unser Abiturzeugnis unbedingt aufheben müssten, alles andere würde einen äußerst nervenaufreibenden Gewaltmarsch durch die Institutionen bedeuten. Aber mit fünf beglaubigten Kopien muss man doch noch nicht einmal sparsam umgehen, als frischgebackener Abiturient weiß man einfach, dass einen diese fünf Kopien bis zur Rente begleiten werden: Ein Zeugnis für die Uni und eins für den Arbeitgeber. Vielleicht noch eins für die Rente. Da wir aber sowieso mit 40 Jahren in Rente werden gehen können, um von den Zinsen unserer angehäuften Reichtümer zu leben, können wir uns das eigentlich auch sparen. Tja und der Rest ist für die Enkel zum Papierflieger basteln.

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Denise in Ghana I – Tag 1

Veröffentlicht am 21. Januar 2008 um 10:36 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten

2 Uhr 55
Die Wecker klingeln. Ich ignoriere sie; außer atmen und schlafen ist es eh das Einzige, zu dem ich im Augenblick fähig bin.

2 Uhr 57
Mein Körper scheint etwas gemacht zu haben, die Wecker sind jedenfalls aus. Wäre ich nicht so müde, wäre ich jetzt hellauf begeistert von meinen vegetativen Fähigkeiten.

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Punk never dies

Veröffentlicht am 9. Dezember 2007 um 10:50 Uhr
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Rubrik(en): Geschichten, les études

Punk: Aufbegehrende Jugendliche, die versuchen, sich dem Mainstream zu entziehen, indem sie die Sprache ihrer Vorgeneration auf eine Verwandlungsreise mitnehmen und sich durch einen Ewig-Anti-Mainstream-Look vom Establishment abgrenzen. Wie erfolgreich dieses Vorhaben ist, kann nur die Zeit beantworten. Mehr davon »