Ich bin süchtig und die Sucht ist völlig außer Kontrolle.
Mir geht es wie Samson von der Rettungstruppe: Wenn ich es einmal in der Nase habe, ist es um mich geschehen.
Ja: Ich muss täglich Käse konsumieren, um über die Runden zu kommen und
Ja: Es ist mir völlig gleich, von welchem Tier und aus welchem Land das Zeug kommt, Hauptsache, es riecht nach Tier oder Stall.
Ja: Ich bin die Käse-Amy-Winehouse. (Nagut das ist jetzt übertrieben.)
Ich habe schon versucht, wieder zurück zur Wurst zu kommen, aber so sehr ich er auch versuchte, dem Drang nach schimmliger tierischer Muttermilch konnte ich nicht lange widerstehen.
An dieser Stelle ist es mir ein dringenstes Bedürfnis, dem Miescha dafür zu danken, dass er mir geholfen hat, mein Problem zu erkennen.







[...] In einer Berliner WG-Küche öffnet M. den Kühlschrank in der kleinen Küche. Aus Pergamentpapier wickelt er einen Käse aus, der schmeckt wie ein Kuhstall riecht. Eine französische Blauschimmel-Spezialität vom Käsedealer seines Vetrauens. M. behauptet für sich auch “das Käse immer ein bisschen nach Stall schmecken muss.” Proteste gegen Geruch und Verzehr des blau-weiß-gesprenkelten Kaseinkadavers wehrt er routiniert ab. Heute mit den Worten: “Ich bin die Käse-Amy-Winehouse!” Ja, er mampft wirklich alles, was man an Gaumenkitzeln aus Milch herstellen kann. [...]