Ich rose mich nach Dir
Du Rose Du
Du Rose Du in Rosen
Doppelte Rose Du
Du Rose Rose Du
Und dosiere eine Dosis obenauf
Ich dosiere mich nach Dir
Du Dosis Du
Du Dosis Du in Dosen
Doppelte Dosis Du
Du Dosis Dosis Du
Und rose eine Rose obenauf
Ich rose mich nach Dir
Du Rose Du
Du Rose Du in Rosen
Doppelte Rose Du
Du Rose Rose Du
Und dosiere eine Dosis obenauf
Ich dosiere mich nach Dir
Du Dosis Du
Du Dosis Du in Dosen
Doppelte Dosis Du
Du Dosis Dosis Du
Und rose eine Rose obenauf
wessen wessen wollen wir
wannimmer wir wollen
wannimmer wir wissen
wessen wessen wir wollen
weshalb warten wir
wenn wir wollen
was wir wissen
wenn wir wollen
wollen wir wirklich
was wir wissen
wenn wir wissen
was wir wollen
wannimmer wir wollen
worauf wir warten
werden wir warten
wenngleich wir wollen
wir wissen wessen wessen wir wollen
wir wissen was wir wollen
wir wollen worauf wir warten
warum weiter wissentlich warten
ob es reicht
fragt sie
ob es reicht
frage ich
das essen reicht
sage ich
nein, das nicht
sagt sie
das geld reicht auch
sage ich
nein, das auch nicht
sagt sie Weiterlesen »
05:16 Der Wecker weckt, ich mache die Augen auf, gratuliere mir, schalte den Wecker aus und warte auf den zweiten Wecker.
05:28 Der Wecker weckt nicht, ich mache die Augen nicht auf, gratuliere mir nicht, schalte den Wecker nicht aus und warte auf den Weckruf des Concierge.
05:30 Der Weckruf des Concierge kommt nicht, ich mache die Augen noch immer nicht auf, gratuliere mir schon wieder nicht und stehe nicht auf.
06:28 Ich mache die Augen auf, gratuliere mir dafür, schaue auf die Uhr und stehe im Bett. In zwei Minuten kommt mein Taxi! Weiterlesen »
08:14 Ich erwache, ziemlich gerädert. Ich bin stolz auf mich, dass ich vor meinem Wecker munter geworden bin.
08:15 Panik macht sich breit. Kein Wunder, es ist halb nach Panik! Panik! Du Bist zu spät! Das kommt davon, wenn der Wecker zu wissen meint, was ich meine. Also werde ich ihm doch wieder Zeiten diktieren müssen.
08:23 Alle Wecker melden sich auf einmal. Ich muss ziemlich ignorant gewesen sein. Nicht einen Wecker habe ich bemerkt. Naja, wenn man erst halb drei im Bett liegt, ist das auch kein Wunder. Verdammte Schreiberei.
08:27 Ich bin auf dem Weg nach unten. Heute gibt’s wohl kein Frühstück für mich. Mein Magen gibt eine Petition für meine Ignoranz herum. Weiterlesen »
07:45 Der Panik! Panik! Du Bist zu spät! -Wecker kreischt. Ich schrecke hoch. Geistig. Physisch gebe ich mich selbstverständlich unbeeindruckt. Wer lässt sich schon von einem Wecker aus der Ruhe bringen?
07:46 Ich schrecke hoch: Das war der letzte Wecker! Was war heute eigentlich mit den anderen?
07:59 Unter der Dusche fällt es mir ein: Ich habe sie der Reihe nach intuitiv ausgeschaltet, weil ich sie nicht leiden mochte. Zum Glück ist das Frühstück nichts, was ich nicht verpassen könnte. Vielleicht hat mein Telefon auch einfach das gemacht, was ich mir gestern erhofft hatte: Mich zu wecken, wann ich es meine, und nicht, wann ich es sage. Weiterlesen »
06:16 Mein Telefon will mich wecken. Wieso das denn?
06:17 Mein Telefon kann laufen. Das Vibrationsdingens hat es in mein Ohr getragen. Es lechzt mal wieder nach Aufmerksamkeit. Ich snooze.
06:27 Mein Telefon will mich wecken. Ich snooze.
06:32 Mein Telefon will mich wecken. Ich snooze. Beim Snoozen erkenne ich, dass mir das in zwei Minuten wieder bevorsteht. Nee, das meint mein Telefon nicht erst. Ist doch mein Telefon, das es immer gut mit mir meint. Weiterlesen »
07:15 Ein Wecker klingelt und wird sorgfältig in den Traum eingepflegt.
07:29 Ein weiterer Wecker klingelt. Seine Melodie macht es mir unmöglich, ihn zu assimilieren, daher sehe ich mich gezwungen, aufzuwachen.
07:30 Softwaregesteuerte Wecker sind voll die Arschlöcher. Wenn ein Mobiltelefon zwei Wecksoftwares gleichzeitig bedienen muss und dann auch noch das Telefon gesperrt ist, sieht man sich damit konfrontiert, gleich nach dem ersten Augenaufschlag geistige Höchstleistungen zu vollführen. Ich muss eine Multiplikation mit Addition lösen, um den ersten Wecker auszuschalten, und kann erst danach den zweiten ausschalten. Das ist grausam, denn der zweite Wecker hat mich schließlich mit seinen unförmigen Klängen Morpheus’ süßem Reich gewaltsam entrissen. Doch nun bin ich munter und fühle mich wie die Sabinerinnen – zurück will ich auch nicht mehr. Weiterlesen »
Ich sage es gleich zu Beginn: Ich bin stinksauer.
Ich bin sauer, weil wir allem Anschein nach auf einem Niveau angekommen sind, wo man sich fragt, ob die Welt spinnt oder man selbst. Und obwohl man weiß, dass es die Welt sein muss, den Kopf duckt, die Füße still und die Faust in der Tasche hält. Doch dann sind da diese kleinen Momente, in denen einem Konstantin Weckers Zeilen wieder in den Sinn kommen: »[…] trotzdem, Willy, ma muaß weiterkämpfen, kämpfen bis zum Umfalln, a wenn die ganze Welt an Arsch offen hat, oder grad deswegn.«
Ich frage mich ernsthaft, was dem Amt des Bundespräsidenten mehr schadet: Derjenige, der in einem Husarenstück ins Schloss gewählt wurde, oder etwa der Titel der aktuellen Titanic. Letzteres ist eindeutig weit jenseits der Grenze des Anstandes, doch wo ist dann der gegenwärtige Inhaber des höchsten Amtes unserer Republik auf derselben Skala zu finden? Weiterlesen »